Pressemitteilung: Fehlende Informationen zu den letzten Presseartikeln

Pressemitteilung Datum: 25.11.  2017

Unvollständige Berichterstattung Rodung im Wald

Ausgleichsfläche auf intensiv landwirtschaftlich genutzten Böden

Vor der Herstellung des neuen Bachbettes sind bis zu 9 ha (90 000m2/150 Bauplätze) Wald komplett zu roden.

Die Baumfällaktionen bilden eine 3,6 Km lange und 25 m breite Schneise quer durch den Wald. Es ist richtig, die Summe der zu fällenden ca. 2 000 Bäume und mehr werden jährlich als Nutzholz vom Forst geschlagen. Diese Bäume dienen der Auslichtung und werden gezielt zur Verjüngung des Gesamtwaldes ausgesucht.

Hier aber bleiben die ca. 9 ha für immer baumfrei. Die Forstbehörde verlangt laut gesetzl. Vorgaben Wiederaufforstung auf Ausgleichsflächen. Vorgesehen sind „intensiv landwirtschaftlich genutzte Flächen“ im Gemeindebesitz zwischen Aumühle und Ganerbhöfen. Das Pachtverhältnis wurde daher vor 4 Jahren bereits gekündigt.

Die Landwirtschaftskammer hat als Auflage festgeschrieben, Zitat: „Ersatzaufforstungen als forstwirtschaftlicher Ausgleich(..). Wir weisen vorsorglich darauf hin, dass Derartiges von hier aus unter keinen Umständen auf landwirtschaftlich genutzten Bereichen mitgetragen werden kann“.

Klartext: Ausgleichflächen auf landwirtschaftlichen  Feldern sind nicht gestattet.

Der Naturschutzbund vermerkt, Zitat:  „Ausgleichsmaßnahmen  sind reine Arterhaltung  und können den Waldverlust nicht ausgleichen“. Dahinter verbirgt sich der Erhalt des „spezifischen Waldinnenklimas“ und die Bedeutung eines zusammenhängenden Waldes „als Lebensraum“.  „Er erfüllt ein Vielfaches mehr an Gemeinwohlleistungen“, so die Forstbehörde.

Unerwähnt blieb die Errichtung einer Flutmulde parallel zur Rennbahnstraße Richtung Süden mit 900m x 10m. Hierin erfolgt die komplette Rodung des Waldes. Die künstliche Mulde dient als Ersatz für die Rückhaltekapazität des gesamten Mittelwaldes.

Fazit Forst

„Grundsätzlich ist ein Eingriff im Wald gemäß Landeswaldgesetz zu vermeiden“.

Wie werden darüber wachen, dass die sehr große Anzahl von Auflagen vor, während und besonders nach der Bautätigkeit eingehalten wird. Jährliche Folgkosten mind. 60 000 €.

Im Auftrag der Bürgerinformation
G.Moses

 

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>