Wenn Du ein totes Pferd reitest, steig´ab. (Pressemitteilung 10.01.18)

Wenn Du ein totes Pferd reitest, steig´ab.

Das Handeln der Behörden in Sachen Rehbachverlegung beherzigt diese Weisheit der Dakota-Indianer leider nicht: es werden teure Gutachten in Auftrag gegeben, die beweisen sollen, dass das Pferd doch noch lebt und nun werden über 8 ha Wald abgeholzt, um eine Maßnahme umzusetzen, die nichts von dem hält, was die Verantwortlichen gebetsmühlenartig versprechen. Und die heute und in Zukunft die BürgerInnen viel Geld kosten wird, aber keinen zusätzlichen Hochwasserschutz für die Ortslage Haßloch bringt, den Naturschutz weiter reduziert, auch keine Durchgängigkeit bringt, denn durch die Aufteilung der Wassermenge auf den historische Rehbach und den neuen Bachlauf ist zu befürchten dass das Wasser nicht ausreicht, um beide Systeme zu erhalten.

Aber wie kommt es zu dieser so unvernünftigen Maßnahme und deren Durchsetzung durch die Behörden?

Am Anfang stand die Idee, ausgedacht von Laien in Sachen Hochwasserschutz: der Rehbach soll in den Wald gelegt werden, fatalerweise erst unterhalb des Industriegebiet Süd. Die in Auftrag gegebenen Planungen, Berechnungen und Gutachten orientieren sich an diesem Ziel. Logisch und richtig wäre gewesen, Fachleute damit zu beauftragen, nach Wasserrückhalteräumen zwischen Quelle und Mündung des Rehbach-Speyerbach-Systems zu suchen. Und im Rahmen einer echten Hochwasserpartnerschaft gute und günstige Lösungen für den Hochwasserschutz, Grundwasserneubildung, Naturschutz und Denkmalschutz zu finden. Denn unsere Vorfahren hatten ein kluges System entwickelt, um Wasser zur Bewässerung, zum Transport von Holz und Steinen, zum Betreiben von Mühlen nutzen zu können und die Ortslagen vor Hochwasser zu schützen.

 

Seit die Abholzung begonnen hat, fragen BürgerInnen bei der Bürgerinitiative an, warum das nicht zu verhindern war. Unsere Erfahrung aus über 4 Jahren Beteiligung am Verfahren zeigt: Behörden scheinen Gesetze, Rechtsverordnungen, dem gesunden Menschenverstand nicht folgen zu müssen, sie haben Zugriff auf vermeintlich unendliche Mengen von Steuergeld, können Aufträge so vergeben, dass die Gutachten in ihrem Sinne ausfallen, können Information und Unterlagen zurückhalten, engagierte Bürger diffamieren und abschätzig behandeln. Leider wenig sachdienlich, denn die Argumente der BI sind nicht widerlegt.

Dieses Verhalten schadet allen. Ob sie daraus etwas lernen die GroKo und Verwaltung in Haßloch, Kreisverwaltung Bad Dürkheim, SGD Süd, Landesregierung? Es wäre uns allen zu wünschen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>