Alternativen

Hasslocher Bürger die am oder mit dem Rehbach leben, haben etliche Alternativvorschläge erarbeitet. Anregungen sowie detaillierte Konzepte finden Sie hier:

  • primäres Ziel soll ein zeitnaher und wirksamer Hochwasserschutz für Haßloch sein, ohne das intakte Ökosystem im Haßlocher Wald zu zerstören bzw. zu verändern.
  • regelmäßige Stutzung bzw. Abholzung von umsturzgefährdeten Bäumen auf den Dämmen, sowie Reparatur der maroden Stellen durch den Gewässerzweckverband Rehbach-Speyerbach, der dafür von der Gemeinde Haßloch jährlich rund 60.000 € allgemeine Umlage erhält.
  • zügige Beseitigung der verengten Stelle am Austritt des Landwehrgrabens nahe der Kirchgasse, um den Durchfluss zu verbessern. Laut neuesten Erkenntnissen soll dies nur eine punktuelle Maßnahme sein, da durchgängig größere Rohre verlegt worden sind, was durch eine Prüfung bestätigt werden soll.
  • Falls möglich und durch die Bevölkerung unterstützt: Renaturierung des verrohrten Landwehrgrabens
  • Verlegung eines zweiten Rohres unter der K14 (an der Grenze der Gemarkung Haßloch-Lachen-Speyerdorf), um im Hochwasserfall das Wasser in den Wald zwischen Erbsengraben und Urerbsengraben abzuführen.
  • Bau eines wasserabführenden Begleitgrabens (Fanggraben) hinter der Lärmschutzwand an der Westumgehung, um Wasser im Hochwasserfall in den Landwehrgraben abzuführen.
  • Schaffung bzw. Nutzung von Retentionsflächen ohne wasserbauliche Maßnahmen, sondern anhand einer Erhöhung bzw. Bau von (Rad-)Wegen und Straßen um max. 30-40 cm (z.B. durch Straßenschwellen an den Lücken der Lärmschutzwand); beispielsweise der Weg, der in Höhe des Streifelsgrabens über die Autobahn in den Ordenswald führt, der das Wasserwerk im Hochwasserfall schützt; außerdem der Weg, der an der Gemarkungsgrenze der Stromtrasse (ausgehend von der K14 nähe Altenschemel) folgt, um eine hundertjährige 20-30 cm Hochwasserwelle vom Speyerbach in Richtung Industriegebiet Süd zu verhindern. Denkbar ist auch ein erhöhter Radweg von der Westumgehung (wo der Landwehrgraben quert) zur K14, an der westlichen Grenze vom Industriegebiet-Süd entlang.
  • oder als weitere Sofortmaßnahem: das Industriegebiet Süd ist durch Aufschüttungen weitgehend geschützt, außer einerseits auf 100-200 m Länge im Bereich südlich der Obermühle und vor der südlichen Spitze zur K14. Wir fordern das Schließen dieser Lücken durch Aufschüttungen, damit das Ableiten des Wassers durch eine zu bauende Verrohrung (nahe der Mörderrichtstelle) unter der K14 in die vorhandenen Gräben abgeleitet werden kann. Das Wasser kann so in Richtung Urerbsengraben fließen, und sich in dessen Schwemmfächer verteilen. Es fließt nicht (!) nach Süden in den Speyerbach, sondern in Richtung Osten und folgt dem Verlauf des Urerbsengrabens. Allerdings erfordert dies außer an der K14 jeweils eine Verrohrung unter der L 529 und L530 an den Stellen, wo das Urdelta ist.
  • Der Graben, der von der Pfalzmühle zwischen Wiesen und Wald nach Süden führt, soll für den Katastrophenfall als Abfluss/Überfluss des Rehbaches nutzbar gemacht werden (er ist auf einer Länge von ca. 200-300 m mit Laub und organischem Material zugeschüttet und durch einen Weg getrennt). Die Geländehöhe bei der Pfalzmühle beträgt 120,6 m NN, nach Süden fällt das Gelände ab, westlich gelegene Streitert-Wiesen sollen als Retentionsfläche genutzt werden.
  • Umsetzung der EU-WRRL durch den Bau von Fischtreppen bzw. naturnah gestalteten Fischwegen an den Mühlen, um die Anforderungen der EU-WRRL zu erfüllen. Beschaffung eines konkreten Kostenvoranschlags für eine solche Fischtreppe, ähnlich wie auf dem Bild.

 

File:Schlatbach3.JPG

Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Schlatbach3.JPG